Zwei Pferde auf einer Weide bei Sonnenuntergang

Giara di Gesturi: Wilde Pferde und stille Pfade

Entdecken Sie die Giara di Gesturi bei Cagliari: wilde Pferde, stille Pfade, saisonale Teiche und nuraghische Geschichte. Routen, Sicherheitstipps und beste Reisezeit.

Von Anastasia

Aktualisiert am 3. April 2026

Inhalt

Warum die Giara sich anders anfühlt

Eine Stunde nördlich von Cagliari öffnet sich die Giara di Gesturi wie eine stille Welt im Landesinneren: Korkeichenwälder, weite Graslandschaften, Basaltfelsen und flache Teiche, die Paulis genannt werden. Die Luft riecht nach Eiche und Thymian. Der Horizont ist weit, der Wind stetig. Wer langsam geht, dem offenbart sich das Plateau in kleinen Augenblicken. Die Hauptdarsteller sind die Cavallini della Giara, Sardiniens kleine Wildpferde 🐎. Sie leben hier frei und bewegen sich in Familiengruppen zwischen Schatten und Wasser. Man kann sie unter Eichen grasen sehen, still vor dem Himmel stehend, oder um einen Teich versammelt. Gib ihnen Raum und Zeit. Dies ist ihr Zuhause, keine Vorstellung. Das Plateau ist wegen seiner Habitate und saisonalen Feuchtgebiete Teil des EU-Netzwerks Natura 2000, wie im Standortdatenblatt für ITB041109 vermerkt natura2000.eea.europa.eu/Natura2000/SDF.aspx?site=ITB041109

Wo es liegt und wie man hinkommt

Die Giara liegt über der Region Marmilla, mit den wichtigsten Zugängen bei den Dörfern Gesturi, Tuili, Genoni und Setzu. Mit dem Auto ist es am einfachsten. Straßen führen bis zum Rand des Plateaus, dann leiten kurze Schotterwege zu Parkplätzen und Wandereinstiegen. Nach starkem Regen können die Wege matschig sein; vermeide Autos mit geringer Bodenfreiheit auf den weichsten Abschnitten. Der Mobilfunkempfang kann lückenhaft sein. Lade dir vorher eine offline verfügbare Karte herunter und nimm eine Papierkarte oder eine GPX-Datei mit, falls du eine längere Runde planst.

Beste Reisezeit

  • Frühling: Ideal. Die Paulis führen Wasser, Wildblumen blühen, und Pferdesichtungen in Teichnähe sind häufig.
  • Herbst: Ruhig, sanftes Licht, kühlere Tage. Manche Teiche füllen sich nach den ersten Regenfällen wieder.
  • Winter: Klare Luft und gute Sicht an milden Tagen. Wege können nach Regen matschig sein.
  • Sommer: Heiß und schutzlos zur Mittagszeit. Früh starten oder spät gehen; die Pferde ruhen bei größter Hitze im Schatten.

Wegoptionen und Schwierigkeitsgrad

Das Plateau ist größtenteils flach, doch der Untergrund variiert: Basaltplatten, Wurzeln und saisonaler Schlamm rund um die Paulis. Wähle deine Runde je nach verfügbarer Zeit und Trittsicherheit auf unebenem Gelände.

Leicht: 1–2 Stunden

  • Sanfte Runden von den Hauptzugängen zu ein oder zwei Paulis und zurück. 3–6 km auf gemischtem Schotter und Fels. Kaum Höhenunterschied, häufig Schatten in den Korkeichen.
  • Gut für Erstbesucher, die einen ruhigen Spaziergang mit guter Chance auf Pferdesichtungen am Wasser suchen.

Mittel: 2–4 Stunden

  • Größere Rundwege, die mehrere Teiche und offene Lichtungen verbinden. 7–12 km mit längeren Abschnitten über raues Basaltgestein und Grasland.
  • Ein sicheres Orientierungsgefühl ist hilfreich. In beliebten Abschnitten gibt es Wegmarkierungen, doch Abzweigungen können unauffällig sein.

Längerer Tagesausflug: 4–6 Stunden

  • Erkundungen quer über das zentrale Plateau zu ruhigeren Paulis und nuraghischen Überresten. 12–18 km auf unebenem Untergrund. Am besten für erfahrene Wanderer mit Orientierungssicherheit.
  • Nimm zusätzliches Wasser mit; auf dem Plateau gibt es keine Versorgungsmöglichkeiten.
Hinweis für Familien: Das Gelände ist nicht kinderwagentauglich. Für Kinder, die gerne Naturwanderungen unternehmen, eignen sich die kurzen Runden gut.

Wie man die Pferde respektvoll beobachtet

  • Halte ruhig Abstand. Nutze ein Fernglas, statt dich zu nähern.
  • Füttere sie nicht und rufe sie nicht. Verhalte dich an Wasserstellen leise.
  • Hunde müssen angeleint sein und von den Teichen fernbleiben.
  • Bewege dich langsam und halte häufig an. Geduld bringt die schönsten Begegnungen.

Sicherheit, Wetter und was man einpacken sollte

  • Hitze und Sonne: In den warmen Monaten früh starten. In offenen Abschnitten gibt es wenig Schatten.
  • Wind: Der Mistral kann auf dem Plateau kräftig sein. Packe eine leichte Schicht ein, selbst an sonnigen Tagen.
  • Wasser und Essen: Keine Brunnen oder Cafés entlang der Wege. Nimm mindestens 2 Liter pro Person mit, im Sommer mehr, plus Snacks.
  • Schuhwerk: Griffige Wanderschuhe für Basalt und Wurzeln. Im Frühling ist mit Schlamm um die Paulis zu rechnen.
  • Sonne und Insekten: Hut, Sonnenschutz und ein leichtes Insektenmittel helfen in der Nähe der Teiche.
  • Navigation: Offline-Karte, aufgeladenes Telefon und bei längeren Wanderungen eine kleine Powerbank.
  • Notfälle: Rufe in Italien 112 für Hilfe; der nationale Dienst ist hier näher beschrieben
www.112.gov.it

Geschichte auf dem Plateau

Beim Wandern findest du Spuren prähistorischen Lebens: Steinumfriedungen, verstreute Überreste und kleine Nuraghen auf den Erhebungen. Das verleiht der Stille zusätzliche Tiefe. Für einen bedeutenden archäologischen Ausflug in der Nähe lohnt sich Su Nuraxi bei Barumini, der berühmteste nuraghische Komplex der Insel und UNESCO-Weltkulturerbe whc.unesco.org/en/list/833

Einfache Routenvorschläge

  • Erster Eindruck (leicht, 1,5 Stunden): Von einem Hauptzugang aus einer Runde zu den nächstgelegenen Paulis folgen, in Ruhe Zeit zum Beobachten nehmen, dann durch den Korkeichenwald zurückkehren.
  • Pferdefokussierte Runde (mittel, 3 Stunden): Zwei oder drei Teiche über offene Lichtungen verbinden. An den Wasserrändern langsam bewegen und mittags unter den Eichen ausruhen.
  • Langer Tag über Grat und Teiche (mittel/lang, 4–5 Stunden): Über eine Basalterhebung für weitere Ausblicke gehen, dann an weniger besuchten Teichen zurückkehren. Ideal an kühlen, klaren Tagen.

Praktisches und Verhaltensregeln

  • Parken: Kleine Flächen in der Nähe der Hauptzugänge. An Frühlingswochenenden früh ankommen.
  • Einrichtungen: Keine entlang der Wege. Grundversorgung in Gesturi, Tuili, Genoni und Setzu.
  • Abfall: Nimm alles wieder mit. Die Teiche sind empfindliche Lebensräume.
  • Tore und Wege: Lasse Tore so, wie du sie vorgefunden hast. Bleibe auf den bestehenden Pfaden, um die Bodenvegetation zu schützen.

Ein letzter Tipp

Werde langsamer. Setz dich an einen Teich und lausche dem Wind in den Korkeichen. Beobachte den Wasserrand. Dann, oft wenn du es am wenigsten erwartest, tritt ein kleines Pferd ins Blickfeld. Kein Spektakel. Nur das Plateau, das dir zeigt, was schon immer hier war.

Häufig gestellte Fragen

Wann ist die beste Zeit, um die wilden Pferde auf der Giara di Gesturi zu sehen?

Der Frühling ist die beste Zeit, um die Cavallini della Giara zu beobachten, wenn die paulis (saisonalen Teiche) Wasser führen und die Pferde sich in ihrer Nähe aufhalten. Im Sommer sollten Sie früh morgens oder abends gehen, da die Tiere mittags im Schatten ruhen. Bewegen Sie sich langsam, verhalten Sie sich an Wasserstellen ruhig und beobachten Sie die Tiere aus respektvollem Abstand.

Wie schwierig sind die Wanderwege auf dem Plateau der Giara di Gesturi?

Die Wege sind größtenteils flach, aber uneben und reichen von leichten Rundwegen von 1–2 Stunden (3–6 km) über moderate Touren von 2–4 Stunden (7–12 km) bis hin zu längeren Tagesetappen von 4–6 Stunden (12–18 km). Rechnen Sie mit Basaltplatten, Wurzeln und saisonalem Schlamm – wählen Sie Ihre Route je nach verfügbarer Zeit, Orientierungssicherheit und Trittfestigkeit.

Wie kommt man von Cagliari zur Giara di Gesturi, und wo kann man parken?

Von Cagliari aus dauert die Fahrt zur Giara etwa eine Stunde über Zufahrten bei Gesturi, Tuili, Genoni und Setzu. Die Straßen führen hinauf zum Plateau, von wo kurze Schotterwege zu kleinen Parkplätzen führen; nach starkem Regen können diese schlammig sein, daher sollten Fahrzeuge mit geringer Bodenfreiheit vermieden werden und man sollte an Frühlingswochenenden früh anreisen.

Was sollte ich für einen Tag auf der Giara di Gesturi einpacken?

Nehmen Sie mindestens 2 Liter Wasser pro Person, Snacks, griffige Wanderschuhe, einen Hut, Sonnenschutz und ein leichtes Insektenschutzmittel mit. Packen Sie eine Windjacke für den Mistral sowie eine offline verfügbare Karte, ein voll aufgeladenes Handy und eine kleine Powerbank ein – auf dem Plateau gibt es keine Brunnen oder Cafés.

Ist die Giara di Gesturi für Familien geeignet, und sind Hunde erlaubt?

Die Giara di Gesturi eignet sich gut für Familien, die Naturspaziergänge mögen, doch das Gelände ist nicht kinderwagentauglich. Wählen Sie für Kinder die kurzen Rundwege, verhalten Sie sich in der Nähe der Teiche ruhig, und denken Sie daran, dass Hunde angeleint sein müssen und von Wasserstellen fernzuhalten sind, um die Pferde nicht zu stören.

Sind die Wege auf der Giara di Gesturi markiert, und brauche ich eine Karte?

Auf beliebten Abschnitten gibt es Markierungen, doch Kreuzungen können unauffällig sein, sodass eine gute Orientierung wichtig ist. Der Mobilfunkempfang ist lückenhaft: Laden Sie vorab eine offline Karte herunter und führen Sie für längere Runden eine Papierkarte oder GPX-Datei mit. Ein aufgeladenes Handy und eine kleine Powerbank geben auf dem weiten, windigen Plateau zusätzliche Sicherheit.

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