Warum sich das H.I.M.Y.S. in Olbia anders anfühlt
Auf halber Strecke des Corso Umberto schlüpft man in eine kleine Galerie und geht nach oben: Dort findet man das H.I.M.Y.S. Der Raum entfaltet sich wie ein hoher, offener Schacht mit gestaffeltem Licht und Struktur. Man denke an Beton und Metall, weich abgetönt durch warme Farben – eine Atmosphäre, die eher an Berlin oder Barcelona als an ein Provinzstädtchen erinnert. Hier verliert man leicht das Zeitgefühl.
Olbias historisches Zentrum lädt bereits zu einem entspannten Spaziergang ein, mit Cafés und kleinen Boutiquen entlang der Hauptstraße, und bildet laut Stadtübersicht der Regionalen Tourismusbehörde (Sardegna Turismo) einen natürlichen Stopp vor oder nach dem Abendessen.
Was man trinken sollte: erst Balance, dann Spielraum 🍸
Die Barkeeper hier respektieren die Klassiker. Man erwarte gut abgestimmte Negroni- und Martini-Kreationen, bevor es weitergeht zu Signature-Drinks des Hauses, die frisches Zitrus, Bitter und saisonale Infusionen schichten, ohne ins Sirupsüße abzurutschen. Wer neugierig auf lokale Aromen ist, sollte nach einem kleinen Glas Mirto fragen, dem Myrtenlikör der Insel, um ihn pur oder in einem leichten Spritz zu probieren; er ist ein sardischer Klassiker mit kräuterigen Beeren-Noten (Mirto-Übersicht).
Auch Weinliebhaber kommen nicht zu kurz. Ein gekühltes Glas Vermentino di Gallura DOCG passt hervorragend zu Aperitivo-Häppchen, dank seiner zitrusartigen Frische und seines salzigen Abgangs.
Tapas mit sardischem Charakter
Die Küche schickt kleine Teller heraus, die zum Teilen gedacht sind. Man erwarte knusprige, salzige und frische Häppchen, die die Drinks unterstützen, statt mit ihnen zu konkurrieren. Die Portionsgrößen sind so bemessen, dass der Abend in Bewegung bleibt: Man bestelle zwei oder drei zum Einstieg und ergänze nach Bedarf.
Wer lokale Klassiker wie gereiften Pecorino Sardo auf einem Brett entdeckt, sollte zugreifen; der Käse hat eine scharfe, herzhafte Note, die bitter betonte Cocktails schmeichelt (Pecorino Sardo DOP). Im Sommer tauchen in der Stadt häufiger leichtere Meeresfrüchte- und zitrusbetonte Gerichte auf, die gut zu Gin- oder Vermouth-basierten Drinks passen.
Wann man hingehen sollte und die Atmosphäre
Abende sind am besten. Früh am Abend ist es entspannt für einen ruhigen Aperitivo; später steigt die Energie. DJ-Sets am Wochenende oder kleine Live-Auftritte heben die Stimmung, ohne die Unterhaltung zu übertönen. Wer eine ruhigere Ecke bevorzugt, sollte den frühen Abend oder einen Wochentag wählen. Im Sommer fängt die Brise an den Außentischen in den Seitenstraßen den Wind ein und macht ein längeres Verweilen fast unvermeidlich.
Praktische Details
- Preise: klassische Cocktails etwa 9–12 €; Signature-Drinks 12–14 €; Tapas 6–10 €. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für die Innenstadt von Olbia.
- Reservierungen: spontanes Vorbeikommen funktioniert an den meisten Abenden; freitags und samstags früh kommen. Gruppen sollten vorher anrufen.
- Kleiderordnung: Smart-Casual ist perfekt. Keine strengen Regeln.
- Musik: DJs oder Live-Sets an ausgewählten Abenden; die Lautstärke steigt später.
- Zahlung: Karten werden weitgehend akzeptiert.
So findet man es
Lage: mitten am Corso Umberto, in einer kleinen Galerie; das H.I.M.Y.S. befindet sich im oberen Stockwerk, über dem Restaurant Piperita Patty. Vom Flughafen Olbia Costa Smeralda ist es nur eine kurze Fahrt ins Zentrum; Transportmöglichkeiten und Fluginformationen findet man auf der offiziellen Seite des Flughafens (Olbia Airport).
Was man bestellen sollte, wenn man sardische Aromen liebt
- Man beginne mit einer straffen, bitter betonten Kreation wie einem Negroni oder Boulevardier, um herzhafte Häppchen zu begleiten.
- Man frage nach einem mirto-betonten Drink oder einer kleinen Beigabe, um das kräuterige Profil der Insel zu entdecken (Mirto-Übersicht).
- Bevorzugt man Wein? Ein Glas frischer Vermentino di Gallura ist ein sauberer Neustart zwischen den Gängen.
Fazit
Das H.I.M.Y.S. liefert gute Gründe zum Verweilen: durchdachte Drinks, teilbare Tapas, faire Preise und ein Raum, der nach Einbruch der Dunkelheit erstrahlt. Wer im oder in der Nähe des Zentrums übernachtet, kann es problemlos in die Abendpläne für Olbia einbauen (Sardegna Turismo).




